Rathaus

Besichtigung

Rathaus Eisenstadt

Rathaus

Die Bausubstanz von 1560 wurde nach der Erhebung zur königlichen Freistadt 1648 umgebaut.

Die architektonische Grundform dürfte aus der Frührenaissance stammen. Die Diamantquader des Portals weisen auch darauf hin. Der einstöckige, breitfrontale Bau, der seitwärts zwei runde und in der Mitte einen rechteckigen Erker aufweist, wurde später barockisiert und mit einer wuchtigen Attika gekrönt.

Die 1926 entdeckten Wandmalereien dürften ebenfalls in der Frührenaissancezeit entstanden sein und wurden später dem Barock angepasst. 1949 wurden sie von Rudolf Holzinger getreu den alten Mustern neu gemalt und die fehlenden Bilder ergänzt.

Die allegorischen Frauengestalten stellen die Kardinaltugenden Fides, Spes, Charitas (Treue, Hoffnung, Mildtätigkeit), sowie Justitia, Sapientia, Fortitudo, Temperantia (Gerechtigkeit, Weisheit, Stärke, Mäßigkeit) dar.

Rechts vom Mittelerker die biblischen Szenen: Salomonisches Urteil (Sinnbild der richterlichen Weisheit), Judith und Holofernes (Symbol der Heimatliebe), Salomon und die Königin von Saba (Verzicht auf Würde zugunsten der Weisheit und Erkenntnis).

Am rechteckigen Erker das Wappen der Freistadt und eine Sonnenuhr.

Das Innere wurde wiederholt umgebaut, so 1939/1940, zuletzt 1959. Die prächtige Renaissancedecke des Trauungssaales stammt aus dem 17. Jahrhundert. Im Zuge des Rathaus-Neubaus (1999 bis 2001) wurde der Gebäudebestand aus den 50er-Jahren geschliffen und mit einem zweckgerechten modernen Neubau ersetzt.
Der historische Altbestand wurde saniert und in den modernen Komplex integriert.

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